Messfahrzeuge:

Um eine bestmögliche Erhaltung des Oberbaus bei Eisenbahntrassen zu gewährleisten, ist eine möglichst genaue Beobachtung, Beschreibung und Dokumentation des Gleises notwendig. Auf Grund der hohen Streckenbelegung (Tonnen) und Zugdichte werden hierzu Gleismessfahrzeuge eingesetzt. Bei Einsatz moderner Technik erhält man beim Befahren des Gleisabschnittes einige Messergebnisse, die für die Instandhaltung des Oberbaus von wichtiger Bedeutung sind. Die Erfassung der vier Größen Spurweite, Längshöhenlage, Richtungslage und Überhöhung ist bei der Bahn die Mindestanforderung an ein Messsystem.

  • Ein optisches Messsystem erfasst über zwei Laser die Spurweite. Auf jeder Seite des Messwagens ist ein Laserpunkt über einen Galvanometerspiegel genau auf 14 mm unter Schienenoberkante. Dabei wird auch die Spurweite errechnet.
  • Die Höhenlage der rechten und linken Schiene, oft auch als Längshöhe bezeichnet, wird mit Hilfe von zwei Beschleunigungsaufnehmern erfasst, die im Fahrzeugboden angeordnet sind.
  • Die Richtungslage wird auf zwei Arten ermittelt: Mit Hilfe eines Kreiselmesssystems und aus der Fahrgeschwindigkeit wird die Krümmung des Gleises ab einer Wellenlänge von 20 m erfasst. Die kurzwellige horizontale Richtungsabweichung der Gleislage wird mit Hilfe eines im Spurbalken untergebrachten Beschleunigungsaufnehmers und dem rechts- bzw. linksseitigen Anteil der Spurmessung erfasst und als Seitenlage der rechten oder linken Schiene ausgegeben. Da bei diesem Messprinzip keine Pfeilhöhen gemessen werden, sondern die Krümmung der erfassten Raumkurve, wird diese in zwei Anteile zerlegt, welche man sich als Quer- und Längenfehler vorstellen kann.
  • Für die Überhöhung wird mit Hilfe von zwei Wegaufnehmern das Kreiselsystem an die Laufachse angebunden. Die Verwindung wird als Überhöhung auf einer bestimmten Basis berechnet.

Gleismesswagen:

Gleismesswagen

Profilmessfahrzeug

Quelle: Beschreibungen und Bilder mit Genehmigung von der BVG und Thorsten Schaeffer

 
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