Geotextilien:

Beim Einbau von Geotextilien als Tragschicht ist die Durchschlagfestigkeit, die Zugfestigkeit und die Dehnfähigkeit des Materials von hoher Bedeutung. Die Durchschlagfestigkeit bestimmt den Widerstand gegen dynamische Belastungen (beim Beschütten des Geotextils). Die Zugfestigkeit gewährleistet die notwendige Bewehrung der Kräfte durch das Gewicht des Schüttmaterials und die Verdichtung. Und eine ausreichende Dehnfähigkeit ist wichtig, um spitze uns kantige Steine ohne Beschädigung aufzunehmen.

Ein Geotextil soll die Vermischung verschiedener Bodenarten oder Füllmaterialien vermeiden. Zur Anwendung kommen Vliesstoffe und ein widerstandsfähiges Gewebe. Das geeignete Produkte jeder einzelnen Baustelle richtet sich nach den Körnungen der Tragschichtmaterialien und den zu erwartenden Belastungen des Oberbaus. Das Geotextil muss den Einbau und den späteren Baubetrieb unbeschadet aushalten und auch noch Jahrzehnte instand bleiben.
Die Geotextilien werden als Trennschicht im gesamten Erd-, Grund- und Tiefbaubau eingesetzt. Die wichtigsten Einsatzgebiete für Geotextilien als Trennschicht sind Straßen- und Wegebau, Verkehrsflächenbau, Gleisbau, Wasserbau, Deponiebau, Garten- und Landschaftsbau.
Das Dränen ist die flächige Fassung von Regen, aufsteigendes Grundwasser und anderen Flüssigkeiten oder Gasen. Verbundelemente bestehen aus mindestens einer Filterschicht und einer Sickerschicht.

Als Filter halten Geotextilien Böden, während der Durchfluss von Flüssigkeiten ermöglicht werden soll. Die Anforderungen an das Material können auch von einem mineralischen Filter erfüllt werden. Wie bei mineralischen Filterschichten kann auch bei geotextilen Filtern die die Dicke des Geotextil von Einfluss auf die mechanische und hydraulische Belastbarkeit sein.

Um unter oder zwischen Bodenschichten Geokunststoffe zur Aufnahme von Zugkräften einzubauen (bewehren), um die mechanischen Eigenschaften der Bodenschichen zu verbessern. Zur Anwendung kommen Geotextilien und Geogitter. Sie werden eingesetzt zum Stabilisieren von Erddämmen auf nichttragfähigem Untergrund.

Man kann auch Bauwerke mit Geotextilien schützen. Kunststoffdichtungsbahnen und beschichtete Bauteile müssen vor Beschädigungen geschützt werden. Ohne Schutz können Beschädigungen durch Unebenheiten des Untergrundes oder durch das Verfüllmaterial der Abdeckung auftreten. Als Schutzschicht werden Vliesstoffe und Verbundstoffe verwendet. Zu den Verbundstoffen zählen insbesondere mit Gewebe verstärkte Vliesstoffe und Verbundvliesstoffe mit mineralischen Füllungen. Für die Schutzfunktion ist die Schichtdicke des Geokunststoff-Elementes von Bedeutung. Die Vlies- und Verbundstoffe werden z.B. im Tunnelbau zum Schutz von Kunststoffdichtungsbahnen eingesetzt.

Die Abdichtung ist im Hinblick auf den Umwelt- und Grundwasserschutz von wesentlicher Bedeutung für die Lebensdauer von Bauwerken, dies gilt insbesondere im Deponie-, Tunnel- und Wasserbau.
Zur Anwendung kommen Kunststoffdichtungsbahnen, insbesondere aus Polyethylen unterschiedlicher Dichte. Auf der abzudichtenden Fläche werden Kunststoffdichtungsbahnen nur von Fachbetrieben lose verlegt und anschließend miteinander verschweißt.

Quelle: Beschreibungen von Thorsten Schaeffer

 
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