Sonderkonstruktionen:

Schienenauszugs- und Auswurfeinrichtung
SchienenauszugsvorrichtungBeide Konstruktionen unterbrechen eine Fahrschiene, ohne als Stoß zu wirken. Ein gewöhnlicher Schienenstoß lässt den Schienenenden nur einen Spielraum von +/- 9,5 mm. Wird eine wesentlich größere Bewegungsfreiheit benötigt, muss eine Schienenauszugsvorrichtung eingebaut werden. Solch große Bewegungsfreiheiten im Gleis müssen z.B. an den Widerlagern von Stahlbrücken eingeräumt werden.



Gleise mit Zahnstangen:
Depot in CapolagoFür den Betrieb von Zahnradbahnen muss zwischen den Schienen eine Zahnstange eingebaut werden, in die ein Antriebszahnrad des Triebfahrzeuges eingreift, um schwere Lasten über große Steigungen bewegen zu können. Zahnradbahnen müssen oftmals Steigungen von 100 ‰ bis 480 ‰ bewältigen. Das ist mit dem üblichen Reibungs-(Adhäsions-) Betrieb nicht mehr möglich. Eine Zahnrad-Zahnstangen-Verbindung erhöht den Kontakt der Fahrzeuge zum Gleis.


Gleise auf Brücken
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Gleise auf BrückenGleise auf Brücken können mit oder auch ohne durchgehendes Schotterbett sowie mit unmittelbarer Schienenbefestigung verlegt werden. Entscheidend dafür ist die Art der Brückenkonstruktion. Um auf Brücken das Schotterbett durchgehend zu gestalten, bedarf es einer Fahrbahnwanne. Das ist meist bei Massivbrücken aus Stein oder Beton der Fall. Diese Fahrbahnwanne ist so ausgebildet, dass ihre Wannenunterkante mit der Unterbaukrone des anschließenden Oberbaus auf einer Höhe liegt, so dass das Schotterbett ungehindert weitergeführt werden kann.


Hilfsbrücken:
Aus den gewachsenen Anforderungen im Personen- und Güterverkehr auf der Straße und Schiene ergeben sich die vielfältigsten Problemstellungen, an deren Lösung seit Jahren im Ingenieurbau gearbeitet wird. Eine besondere Schwierigkeit ergibt sich im Bereich des Bauens unter rollendem Rad im Eisenbahnbrückenbau. Bei dieser Bauweise werden Hilfsbrücken eingebaut, über die die Eisenbahn weiter in ihrer alten Spur fahren kann. Im Schutze dieser Hilfsbrücken werden Unterbauten oder auch ganze Brücken gebaut.


Bahnübergänge
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BahnübergangDie Kreuzung von zwei so unterschiedlichen Verkehrswegen wie Straße und Gleis führt sowohl baulich als auch betrieblich zu Problemen für beide Verkehrsträger. Zu den baulichen Anforderungen an den Übergang gehören neben der Gewährleistung der Sicherheit die schadlose Aufnahme der Belastungen und die behinderungsfreie Kreuzung beider Verkehrsträger durch Einhaltung der Regellichträume.

 


Gleise in Waschanlagen und auf Gruben:
WaschanlageIn Wagenwaschanlagen und ganz besonders in Entseuchungsanlagen, in denen neben dem Waschwasser auch Verunreinigungen von verseuchtem Vieh anfallen, wird darauf geachtet, dass sich durch die entsprechenden Längs- und Quergefälle sowie durch Hochsetzen der Schienen keine Reinigungsreste ablagern können. Während früher die Schienen auf Stein- oder Betonwürfeln befestigt und die Gleisflächen dazwischen mit vergossenem Pflaster aufgefüllt wurden, haben sich bei modernen Anlagen vorgefertigte Betonplatten mit nachträglich aufgebrachten oder angegossenen Höckern durchgesetzt.


Glei
swaagen:
GleiswaagenGleiswaagen dienen zum Wiegen von Schienenfahrzeugen, in der Hauptsache von Eisenbahnwagen. Das ist wichtig für die Ermittlung der Gesamtlast von Zügen, woraus sich wiederum die Bemessung der erforderlichen Bremshunderstel ergibt. Da jeder Wagen vor seiner ersten Inbetriebnahme gewogen und das Ergebnis an der Wagenseitenwand vermerkt wird, ist durch das Wiegen sehr schnell die Masse des Ladegutes feststellbar.



Quelle: Beschreibungen mit Genehmigung auszugsweise aus „Weichen & Kreuzungen auf Modellbahnanlagen“ vom Transpressverlag, Autor Georg Kerber und Foto-Autor Andreas Stirl

Quelle: Bilder mit Genehmigung von Fa. Pfister Waagen Bilanciai GmbH, Jürgen Roscher, Olaf Mensch und Thorsten Schaeffer

 
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