Geschichte:

Definition von Schweißen:
Das Schweißen gehört zu den stoffschlüssigen unlösbaren Gefüge-Verbindungen. Beim Schmelzschweißen werden gleichartige Metalle an der Verbindungsstelle geschmolzen und mit oder ohne Zusatzwerkstoff vereinigt.

Einleitung der Umsetzung

Was ist eigentlich Schweißen und woher stammt es?
Über 4000 Jahre ist die älteste Form des Schweißens bereits bekannt. Bei den alten Ägyptern hat man Goldlegierungen durch Schweißen miteinander verbunden. Die ersten Eisenwerkzeuge bestanden aus Meteoreisen mit hohem Nickelgehalt.
Zur Zeit der alten Perser gemachte Schwerter, durch Feuer, Muskelkraft und Erfindungsgeist zu Verbundstahl veredelt. Einzelne Drähte oder Bänder, aus verschiedenen Stahl- und Eisensorten, miteinander verflochtenen und verschmiedet, ermöglichten Materialeigenschaften die nie jemand gedacht hatte.

Durch die unterschiedlichen Abnutzungserscheinungen entstanden je nach Flechtart der einzelnen Bestandteile die Ornamente, eine große Kunst der alten Schmiede.
Flüssiges Gusseisen wird mit Luft durchblasen. Dabei verbrennt der Kohlenstoff zum größten Teil. Danach wird der Stahl im Feuer erhitzt und unter dem Schmiedehammer durch mehrfaches Ausschmieden von noch überflüssigem Kohlenstoff befreit.

Ist der Kohlenstoff erst einmal auf den Wert reduziert, verliert das Eisen seine hart-brüchige Natur - es wird zum härtbaren Kohlenstoffstahl. In glühendem Zustand vom Eisen aufgenommener Kohlenstoff kann jedoch durch abschrecken in Öl oder Wasser als Eisenkarbid eingefroren werden. Eisenkarbid ist von sehr großer Härte und verleiht abgeschrecktem Stahl seine Härte.
Durch langsames Erwärmen des gehärteten Stahls auf die gewünschte Temperatur kann man seine Härte einstellen. Erhitzt man das Material erneut bis zur Rotglut, zerlegt sich das Eisenkarbid wieder und der Kohlenstoff lagert sich im Gefüge des Materials.
Früher wurden Materialien verschiedener Härten miteinander verschmiedet, geklopft, gefaltet und wieder miteinander verschmiedet. Aus diesem Hammerstahl fertigt man Sensen, Sicheln, Klingen und viele andere Werkzeuge, die extrem hart müssen.

Oberbauschweißen:
Unter Schweißen im Eisenbahnbau (sog. Oberbauschweißen) sind die Schweißungen zu verstehen, die nach den Eigenarten des Eisenbahnoberbaues entsprechenden Vorschriften durch den Oberbauschweißdienst ausgeführt werden. Diese Vorschriften tragen den verschiedenen Qualitäten in der unterschiedlichen Form und Beanspruchung der Oberbauteile bei.

Schweissungen


Quelle: Beschreibungen und Bilder von Thorsten Schaeffer

 
© 2003-2015 Gleisbau-Welt.de | Nachdruck und Weiterverbreitung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung!
Sie finden uns auch hier: facebook.com/Gleisbau, Gleisbau-Blog.de oder jetzt auch auf Google+ gplus.to/gleisbau
Webdesign: das-Seitenreich.de