Geräteeinsatz im Gleisbereich:

Grundsatz:
Eine Gesamtheit von miteinander verbundenen Teilen und Vorrichtungen, von denen mindestens eines beweglich ist. Zum Begriff Maschine gehören ferner Betätigungsgeräte und Sicherheitsbauteile. In den Unfallverhütungsvorschriften werden Maschinen unter der Bezeichnung kraftbetriebene Arbeitsmittel zusammengefasst.

Fahrzeuge, Maschinen und Geräte dürfen nur mit Erlaubnis des Bahnbetreibers an den von ihm festgelegten Stellen in Gleise eingesetzt und bewegt werden. Sofern Fahrzeug- oder Maschinenführer nicht über die erforderliche Streckenkunde verfügen, müssen sie von einem Lotsen (Strecken- und signalkundige Personen) begleitet werden. Von Fahrzeugen und Maschinen darf nur zu der Seite abgestiegen werden, auf der dies gefahrlos möglich ist. In der Regel ist dies die gleisfreie Seite oder die Seite, dessen Gleis gesichert ist. Bei Bahnen mit Stromschienen ist dies die Seite, auf der keine Stromschiene vorhanden ist.In Rangierbahnhöfen mit Gleisabständen von mehr als 4,5 m können Fahrzeuge und Maschinen freizügig verlassen werden. Werden Fahrzeuge oder Maschinen in Arbeitsstellung mit nicht mehr als 5 km/h bewegt, sind Sicherungsmaßnahmen für andere im Gleisbereich arbeitende Personen nicht erforderlich.

Im Stillstand sind Fahrzeuge, Maschinen und Geräte gegen unbeabsichtigte Bewegungen zu sichern. Bewegliche Teile oder Anbauten, die über das Profil hinausragen können, sind in Ruhestellung zu verriegeln (Profilfreiheit herstellen).

Die Material- und Gerätelagerung:
Die Materialien und Geräte müssen so gelagert werden, dass sie von Schienenfahrzeugen nicht erfasst werden oder durch den Fahrtwind bewegt werden können. Kabeltrommeln sind gegen Wegrollen und Umstürzen zu sichern. Bunde und Seilbunde müssen so abgelegt werden, dass sie nicht in den Fahrbereich geraten oder von vorbeifahrenden Schienenfahrzeugen erfasst und mitgerissen werden können.

Lagerung von Materialien und Werkzeugen in Sicherheitsräumen:
Ein durchgehend vorhandener Sicherheitsraum darf höchstens auf eine Länge von 10 m unterbrochen werden, wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit der Schienenfahrzeuge nicht mehr als 60 km/h beträgt, höchstens 6 m bei zulässigen Geschwindigkeiten über 60 km/h. Das Verhältnis der Länge des für Lagerzwecke in Anspruch genommenen Raumes zur frei bleibenden Länge des Raumes für den Aufenthalt von Personen soll gleich sein, darf jedoch bei Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h nicht kleiner als 1:5 und bei größeren zulässigen Geschwindigkeiten nicht kleiner als 1:3 sein. In jedem Fall sollten Sicherheitsräume zwischen Lagerungen, aber auch zwischen Lagerungen und Einbauten mindestens 1,3 m lang sein.

Nischen oder einzelne Ausweichstellen dürfen für Lagerzwecke nicht in Anspruch genommen werden.

Quelle: Beschreibungen von Thorsten Schaeffer und den Berufsgenossenschaften

 
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