Die Rottenwarnsignale:

Unterweisung der Arbeitskräfte:
Allen Arbeitskräften, die im Gefahrenbereich der Gleise arbeiten, muss die Bedeutung der Rottenwarnsignale (Ro1 - Ro4) bekannt sein. Die Aufsichtskräfte erläutern ihren zugeordneten Mitarbeitern die Bedeutung der Warnsignale und die damit zusammenhängenden Verhaltensmaßnahmen. Alle Verhaltensmaßnahmen müssen eingehalten werden.

Signal Ro 1 bis Ro 4:

 

Signal Ro 1
Vorsicht! Im Nachbargleis nähern sich Fahrzeuge!

Ro 1

Mit dem Hörn ein langer Ton als Mischklang aus zwei verschieden hohen Tönen.

 

Signal Ro 2
Arbeitsgleise räumen!

Ro 2

Mit dem Hörn zwei lange Töne nacheinander in verschiedener Tonlage.

 

Signal Ro 3
Arbeitsgleise schnellstens räumen

Ro 3

Mit dem Horn mindestens fünf mal je zwei kurze Töne nacheinander in verschiedener Tonlage.

Ist die Austrittseite, nach der der Gleisbereich verlassen werden muss, nicht zweifelsfrei zu erkennen, kennzeichnet die Sicherungsaufsicht diese Seite durch Fahnenschilder (Signal Ro4).

Signal Ro4
Kennzeichnung der Gleisseite, nachdem beim Ertönen der Rottenwarnsignale Ro 2 und Ro 3 die Arbeitsgleise zu räumen sind.

Ro 4

Ein weißes Fahnenschild mit schwarzem Rand.
Das Signal ist in der Nähe der Arbeitsrotte gleichlaufend zum Gleis aufgestellt.

Physikalische Grundlagen:
Die Hörbarkeit der Rottenwarnsignale ist von äußeren Einflüssen abhängig, z.B.

  • vom Lärm am jeweiligen Arbeitsplatz (z.B. vom Geräteeinsatz),
  • vom Umgebungslärm (Auto-, Flug- und Baustellenlärm),
  • vom Lärm vorbeifahrender Züge,
  • von der Schallreflektion- bzw. dämmung (bei Arbeitsstellen im Bereich von Lärmschutzwänden)
  • vom Wind (Stärke und Richtung), aber auch vom Wetter (Schnee und Nebel)

Die Hörbarkeit der Signale ist außerdem von der

  • Art der Signalmittel (Lautstärke und Frequenz),
  • Richtcharakteristik der Signalmittel sowie
  • Hörfähigkeit der Arbeitskräfte selbst (z.B. verdeckte Ohren bei Kälte oder Verwendung von ungeeigneten Gehörschutzmitteln)

abhängig.

Quelle: Beschreibungen von Thorsten Schaeffer, Grafiken von Matthias Müller

 
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