Sicherungsaufsicht:

Grundsätze:
Die Qualität der Sicherungsmaßnahmen zur Abwendung der Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb hängt insbesondere von den Sicherungsaufsichtskräften ab. Es sollten deshalb für die Tätigkeit nur erfahrene und zuverlässige Personen eingesetzt werden. Sicherungsaufsichtskräfte, auch von Bewachungsunternehmen, müssen nach der Fortbildungsanweisung Sicherungsaufsichtskräfte ausgebildet und geprüft sein. Vor Zulassung zur Ausbildung bzw. Prüfung zur Sicherungsaufsicht muss mindestens eine einjährige praktische Tätigkeit als Sipo nachgewiesen werden.

Fortbildung:
Sicherungsaufsichtskräfte werden mindestens jährlich fortgebildet. Die Dauer der jährlichen Fortbildung soll ca. 6 Unterrichtsstunden betragen. Hierbei sind Neuregelungen der Unfallverhütungsvorschrift sowie bemerkenswerte Unfälle und Maßnahmen zur Vermeidung solcher Unfälle zu behandeln. Die Fortbildung muss nachgewiesen werden können, also aktenkundig sein.

Anforderungen an den Sicherungsaufsicht:
Für die Ausübung der Funktion der Sicherungsaufsicht wird ein Mindestalter von 21 Jahren gefordert. Daran ist zu erkennen, dass es sich bei der Ausübung der Tätigkeit als Sicherungsaufsicht um eine besonders verantwortungsvolle Aufgabenstellung handelt.

Verantwortung der Sicherungsaufsicht:
Die Sicherungsaufsicht trägt die Verantwortung zur Abwendung der Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb auf der ihr zugeteilten Baustelle.Es muss gewährleistet sein, dass jede Arbeitsstelle bzw. Baustelle für sich eindeutig gesichert werden kann, besonders dann, wenn sich zwei verschiedene Arbeitsstellen nebeneinander befinden. Die Zuordnung der Rottenwarnsignale sowie deren Hörbarkeit muss eindeutig festgelegt und eine Verwechselung ausgeschlossen werden. Es ist eine schriftliche Vereinbarung notwendig, wenn eine Sicherungsaufsicht die Sicherung einer angrenzenden Arbeitsstelle mit übernimmt.

Aufgaben der Sicherungsaufsicht:
Um sicherzustellen, dass eine Gefährdung der Arbeitskräfte durch Gefahren aus dem Eisenbahnbetrieb ausgeschlossen wird, obliegt der Sicherungsaufsicht eine große Aufgabenpalette.
Die Aufgaben richten sich nach:

  • der Größe und Art der Baustelle
  • dem Einsatz der Geräte
  • den äußeren Einflüssen (z.B. Witterung und Lärm) sowie
  • den örtlichen und betrieblichen Verhältnissen.

Wenn es erforderlich ist, so ändert die Sicherungsaufsicht die Sicherungsmaßnahme und passt sie den neuen Gegebenheiten an

Eine wesentliche Aufgabe der Sicherungsaufsicht ist es, die Arbeitskräfte vor Beginn der Arbeiten in die getroffenen Sicherungsmaßnahmen einzuweisen. Wird die Arbeit durch einen Unternehmer ausgeführt, so weißt die Sicherungsaufsicht den Bauleiter bzw. die Arbeitsaufsicht des Unternehmers ggf. unter Beteiligung der Sicherungsüberwachung in die getroffenen Sicherungsmaßnahmen ein. Dieser wiederum unterrichtet seine Arbeitskräfte entsprechend.

Sicherungsaufsicht und Arbeitsaufsicht sollten regelmäßig in Kontakt stehen. Dies ist notwendig weil die zu treffenden Sicherungsmaßnahmen ständig auf die durchzuführenden Arbeiten abgestimmt sein müssen.Die Sicherungsaufsicht achtet darauf , das alle Arbeitskräfte und Sipo Warnkleidung tragen.

Die Hauptaufgabe der Sicherungsaufsicht ist es, die Sipo einzuweisen. Um Anzahl und Standorte der Sipo festlegen zu können, ermittelt die Sicherungsaufsicht die Annäherungsstrecke. Sie legt hierzu den Sicherheitszuschlag fest. Die erforderlichen Räumzeiten werden beim Bauleiter bzw. bei der Bauaufsicht erfragt. Ob während der Arbeiten neue Geräte eingesetzt werden, welche die Räumzeit erhöhen können.

Quelle: Beschreibungen von Thorsten Schaeffer

 
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