Sicherungsmaßnahmen:

Keine Arbeit ohne Planung:
Alle Arbeiten die im Gefahrenbereich der Gleise durchzuführen sind, bedürfen einer vorherigen sorgfältigen Planung. Die Überlegungen , die zur Planung der Arbeiten notwendig sind, dürfen sich nicht nur ausschließlich auf die eigentliche Durchführung der Arbeit beschränken, sie müssen auch die zugehörigen Sicherungsmaßnahmen berücksichtigen. Oft werden aus Terminzwängen notwendige Sicherungsmaßnahmen unzureichend erkannt und dann auch nicht eingeplant. Vor Beginn der Arbeiten kann sich plötzlich herausstellen, das wesentliche Kriterien, wie z.B. örtliche Schwierige Verhältnisse, nicht berücksichtigt worden sind. Dann reicht wegen zu geringer Sicht auf die Annäherungsstrecke die Anzahl der vorgesehenen Sipo nicht aus. Diese Versäumnis muss dann mit Hilfe betrieblicher Maßnahmen oder durch Verzögerungen des Beginns der Arbeiten behoben werden.

Anpassung der Sicherung während der Arbeit:
Aber nicht nur von den örtlichen und betrieblichen Verhältnissen hängt eine sorgfältige Sicherung der Arbeitsstelle ab. Wie bereits angedeutet, können auch äußere Einflüsse, die nicht planbar waren und schlagartig eintreten können, z.B. Sichtverschlechterung durch auftretenden Nebel, eine Änderung der Sicherungsmaßnahmen erfordern, Z.B. Einsatz zusätzlicher Sipo oder betrieblicher Maßnahmen. Auch der geplante bauliche Ablauf mit den einzelnen Arbeitsgängen kann sich zeitlich ändern und sofort neue Sicherungsmaßnahmen erfordern, die erst für später eingeplant waren, z.B. durch den Einsatz zusätzlicher Maschinen und Geräte , verstärkter Umgebungslärm usw. Selbst wenn sich diese Einflüsse auch nur kurzzeitig auf den Bauablauf auswirken sollten, darf keinesfalls auf die hierfür notwendigen zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen verzichtet werden.

All diese Gesichtspunkte fordern von der Sicherungsaufsicht, die Sicherungsmaßnahmen den neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Sicherungsaufsicht trägt in solchen Fällen eine große Verantwortung und muss sofort handeln. Arbeiten müssen solange eingestellt werden, bis die zusätzlich notwendigen Sicherungsmaßnahmen getroffen sind.

Der Weg zur und von der Arbeitsstelle:
Bei der Planung der Sicherungsmaßnahme ist selbstverständlich auch der Weg zur und von der Arbeitstelle zu berücksichtigen. Bereits hier ist eine erste Entscheidung zu treffen, ob z.B. Sipo notwendig sind oder nicht. In der Regel wird ein gemeinsamer Treffpunkt vereinbart und von dort aus in geschlossener Gruppe zur Arbeitsstelle gegangen.Sind mehrere Fachdienste bzw. Unternehmen an einer Baustelle beteiligt, so sorgt jede Aufsichtskraft für die ihr zugeteilten Arbeitskräfte dafür, dass sie sich vollzählig an der Sammelstelle einfinden und in der gesicherten Gruppe gehen.

Quelle: Beschreibungen von Thorsten Schaeffer

 
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