Grundlagen der Weichen:

Definition:
Weichen sind Oberbaukonstruktionen, die Schienenfahrzeugen den Übergang von einem Gleis auf ein anderes ohne Unterbrechung der Fahrt ermöglichen.

Weichen

Die Tatsache, dass der Grundgedanke von der Schaffung eines starren Gleisrahmens, bestehend aus Herzstück und Backenschienen, ergänzt durch die beweglich gestalteten Zungen im Prinzip seit über 200 Jahren unverändert geblieben ist, spricht für die geniale ursprüngliche Gestaltung. Dagegen variieren die Weichen der verschiedenen Bahnverwaltungen im Detail umso mehr.

Die außerordentliche Vielfalt an geometrischen und konstruktiven unterschieden der Weichen bei den früheren Ländereisenbahnen, den sog. Länderweichen, fand in Deutschland bei den Normalspurbahnen einen vorläufigen Abschluss durch die Entwicklung der Reichsbahnweichen in den Jahren 1927-1938. Ausgehend von neugeschaffenen geometrischen Grundlagen wurde seiner Zeit ein einheitliches Weichensystem mit den Elementen des Reichsbahnoberbaus K entwickelt, dass im wesentlichen noch heute besteht.

Weichen

In den letzten Jahren ist durch die Einführung der Schiene R 65 bei der DR und UIC 60 bei der Deutschen Bahn AG die Entwicklung von Weichen mit diesen Schienenformen notwendig geworden. Dabei galt es, die gesammelten Erkenntnisse der vergangenen Jahrzehnte zu berücksichtigen, die auch für verbesserte Weichen mit der Schiene S 49 verwertet wurden.


Quelle:
Beschreibungen mit Genehmigung auszugsweise aus „Weichen & Kreuzungen auf Modellbahnanlagen“ vom Transpressverlag, Autor Georg Kerber und Foto-Autor Andreas Stirl

Quelle: Bilder von Thorsten Schaeffer

 
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