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Kreuzungsweichen:
Da die Kreuzungsweichen aus den Kreuzungen entwickelt wurden, gelten für sie die gleichen Grundsätze wie für die Konstruktion von Kreuzungen.
Wichtiges für die Geometrie der Kreuzungsweichen sind
- die Größe des Zweiggleishalbmesser und
- die Neigung,
da von ihnen die Lage der Zungenvorrichtung – ob innerhalb oder außerhalb des Kreuzungsviereck – abhängt. Die Grundlage für die am meisten verwendeten Kreuzungsweichen bildet die Regelkreuzung mit der Neigung 1:9, bei der sich die Zweiggleishalbmesser
- von R = 190 m innerhalb des Kreuzungsvierecks und
- von R = 500 m (bei durchgehenden Zweiggleishalbmesser) außerhalb des Kreuzungsviereck
anordnen lassen.
Alle Kreuzungsweichen mit außenliegenden Zungenvorrichtungen besitzen an Stelle der einfachen Herzstücke mehrere Herzstücke, die aus dem Zusammenziehen der entsprechenden Anzahl einfacher Herzstücke entstanden sind.
Dabei haben die
- EKW zwei zweifache Herzstücke und die
- DKW zwei dreifache Herzstücke.
Bei Kreuzungsweichen mit innenliegenden Zungenvorrichtungen unterscheidet man nach solchen mit
- geraden Herzstücken und solchen
- mit Bogenherzstücken.
Letztere entstehen, wenn der Zweiggleishalbmesser am Weichenende nicht an den Flügelschienen endet, sondern bis zur gewünschten Neigung (z.B. 1:7,5)
weitergeführt wird.
Bei Kreuzungsweichen mit außenliegenden Zungen wird der Zweiggleisbogen künstlich durch eine Gerade oder Bögen mit einem großem Halbmesser korbbogenähnlich gestreckt, damit die Zungenvorrichtungen auch tatsächlich außerhalb des Kreuzungsvierecks zu liegen kommen. Dass dieser gestreckte Korbbogen fahrdynamische Vorteile (z.B. höhere Geschwindigkeiten) hat, liegt auf der Hand. Problematisch ist allerdings die relativ komplizierte Konstruktion der dreifachen Herzstücke.
Quelle: Beschreibungen mit Genehmigung aus Weichen & Kreuzungen auf Modellbahnanlagen vom Transpressverlag, Autoren Georg Kerber und Andreas Stirl
Quelle: Bilder von Thorsten Schaeffer
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