Warnmittel:

Allgemein zu den Warnmitteln:

Die zur Wahrnehmung von Signalen gegenüber Personen im Gleisbereich zu verwendenden akustischen Warnmittel sollen auch bei Einsatz lautstarker Maschinen und vorbeifahrender Züge eindeutig wahrnehmbar sein. Dies Bedeutet, das Warnmittel von ihrer Lautstärke her einen möglichst hohen Schalldruckpegel erzeugen müssen, um eine Hörbarkeit sicherzustellen. Eine bessere Hörbarkeit wird auch erzielt, wenn sich die Warnmittel durch ihre Tonfrequenz vom üblichen Maschinenlärm auf den Baustellen gut unterscheiden.

Das Mehrklangsignalhorn:
MehrklangsignalhörnerDer Sicherungsposten muss das Mehrklangsignalhorn auch dann mit sich führen, wenn die Warnsignale mit Tyfon oder elektrischen Warnmitteln gegeben werden. Sollte ein Warnmittel einmal ausfallen, besteht eventuell die Möglichkeit, die Beschäftigten mit dem Mehrklangsignalhorn zu warnen. Das Mehrklangsignalhorn wird dort eingesetzt, wo wenig Lärm auftritt und keine lautstarken Geräte bzw. Maschinen eingesetzt sind. Meist sind es kleine Arbeitsstellen, für die nur ein Sicherungsposten erforderlich ist, der in unmittelbarer Nähe der Beschäftigten steht. Im Winter besteht die Möglichkeit der Vereisung des Mundstücks durch Speichelrückstände, Regen oder Schnee. Vor dem Einsatz wird immer eine Funktionsprüfung durchgeführt.

Das Tyfon (Tremolo):
tremeloDas Tyfon ist ein Warninstrument das häufiger bei der Bahn eingesetzt wird. Da es eine viel größere Reichweite hat, als ein Mehrklangsignalhorn. Die Signalerzeugung erfolgt durch Bedienen des Schallgeberknopfes. Der Griffbügel wird bis zu 90° nach unten gezogen. Es entsteht ein Mischklang durch CO 2 – Zufuhr in beide Hörner. Ist das Tyfon längere Zeit im Einsatz, so ist eine Wartung nötig. Auch bei diesem Warngerät muss immer vor Arbeitsbeginn eine Funktionsprüfung und eine Hörprüfung durchgeführt werden.

Die Warn- und Signallampen:
Warn- und SignallampenDie Lampen werden bei Dunkelheit oder bei Arbeiten im Tunnel benötigt. Ist eine Sicherung mit mehreren Sicherungsposten notwendig, so wird anstelle des Handzeichens die weißleuchtende Handlampe zur Bestätigung, dass ein gegebenes Signal aufgenommen wurde, gehoben.
Die Handleuchte (Akku-Betrieb) ist zusätzlich rot abblendbar, um bei Gefahr dem Zug das Kreissignal geben zu können.

 

Die Signalfahne:
SignalfahneDer Sicherungsposten kann in Notfällen mit der Signalfahne das Kreissignal geben und dem Zug entgegenlaufen, damit der Triebfahrzeugführer die Notbremsung einleiten und Achtungssignal geben kann. Somit könnten Beschäftigte bei Gefahr noch den Gleisbereich verlassen. Die Signalfahne soll außerhalb des Köchers gehalten werden oder im Köcher so gefaltet sein, dass die beim Herausziehen sofort zu erkennen ist.

 

Die Warnweste:
WarnwestenSie sollen die Beschäftigten im Eisenbahnbau vor herannahenden Schienenfahrzeugen sichern. Sie gibt es in verschiedenen Ausführungen (gelb/orange).
Das Tragen einer solchen Sicherungsweste ist Pflicht, ansonsten gibt es auch andere Warnkleidung, die wiederum aber mind. 2 Reflexionsstreifen ausweisen sollte.

 

 

Die Signalpfeife:
Die Signalpfeife ist ein Warninstrument um Beschäftigte und auch die Fahrzeugführer im Eisenbahnverkehr vor Gefahren zu warnen und zu schützen. Die Signalpfeife gibt einen sehr hohen Ton (Frequenz) ab, den man auch mit einem Gehörschutz, bei sehr starkem Werkzeug- und Maschinenlärm gut hören kann um in Gefahrensituationen anderen zu warnen.

Signalpfeife

Quelle: Beschreibungen und Bilder mit Genehmigung von der Fa. Cemafer GmbH und Thorsten Schaeffer

 
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